Anbau und Qualität

An der deutschen Mosel gibt es mehr als 10.000 Weinbergpfirsichbäume, davon etwa 7.300 im Kreis Cochem-Zell mit dem Schwerpunkt Calmont-Region. Dies ergab eine überschlägige Zählung der blühenden Bäume 2021 und 2026. Um die Weiterentwicklung von Anbau und Qualität bemüht sich der Verein MoselWeinbergPfirsich e.V. in Kooperation mit dem DLR-Mosel und der Regionalinitiative Faszination Mosel.

Qualität ist, wenn der Käufer zurückkommt und nicht das Produkt, eine triviale aber doch zutreffende Erkenntnis im Marketing. Diese Qualität der Produkte vom Moselweinbergpfirsich definiert der Verbraucher über den Geschmack und das Aussehen, sowohl des Produktes selbst als auch der Verpackung.

Bei der Herstellung ist dieses aber nur ein Kriterium auf dem Weg zu einem regionalen Produkt. Die Sorte Roter Weinbergpfirsich, ist die Grundlage. Damit er zu etwas Besonderem wird bedarf es vieler Einzelfaktoren. Die regionale Besonderheit der Mosel, Standort, Klima, Wasser- und Nährstoffversorgung und letztlich Erntezeitpunkt und -verfahren haben Einfluss auf die Güte, die Inhaltsstoffe und das Aroma des Ausgangsproduktes - unseres Moselweinbergpfirsichs.

Der Anbauer kann mit geeigneten Maßnahmen also vieles zur Aromensteigerung und zum Gehalt der Frucht beitragen, somit also die Qualität steigern.

Zudem haben Weinbergpfirsiche ein hohes Frostrisiko, denn sie blühen sehr früh - schon im März. Auch in geschützten Lagen wie dem Moseltal kommt es daher zu Frostschäden, weil die Pfirsichblüte aufgrund des Klimawandels immer früher startet. Daher werden Maßnahmen zum Frostschutz während der Blüte oder zur Verzögerung des Austriebs immer wichtiger.